Wissen über Hepatitis C
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Die Seite wurde zuletzt am
25.09.2008 01:03 bearbeitet.


 


Die Hepatitis allgemein

Allgemein versteht man unter Hepatitis eine Entzündung der Leber, die verschiedene Ursachen haben kann. Am häufigsten wird die Hepatitis durch Viren verursacht wie z.B. durch verschiedene Hepatitisviren, aber auch durch andere Viren (Gelbfieber, Mononukleose und der Zytomegalie. Verschiedene Bakterien können ebenfalls eine Leberentzündung verursachen (z.B. bei der Leptospirose).
Toxische Leberschäden können durch Medikamente oder Alkohol entstehen. Neben Alkohol und Medikamenten können auch bestimmte Pilze die Leber schädigen oder sogar ein akutes Leberversagen auslösen, manchmal sogar schon durch den Verzehr eines einzigen Pilzes!

Für die Virushepatitis verantwortlich sind verschiedene Viren, die eines gemeinsam haben, nämlich die Leber als Hauptzielorgan.
Sie rufen vor allen Dingen eine Leberschädigung hervor. Das heißt, dass zunächst die Leber befallen wird, aber im Verlauf der Erkrankung auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden können.
Dies wird dann als extrahepatische Manifestation bezeichnet.

Bekannt sind zur Zeit 5 Viren, die durch die Buchstaben A - E gekennzeichnet sind.
Ein sechstes Virus, Hepatitis G, wurde erst kürzlich entdeckt. Derzeit sind noch Untersuchungen und Diskussionen im Gange, ob das Virus überhaupt als Hepatitisvirus angesehen werden kann, ob es also hepatogen ist. Die Mehrzahl der Personen, die dieses Virus in sich haben, haben keinerlei Krankheitssymptome und auch keine Leberentzündung. Möglicherweise ist es aber verantwortlich für schwerwiegende Verläufe bei anderen Hepatitisarten oder zumindest mitverantwortlich für einen fulminanten Verlauf.

Hepatitis A und E sind Schmierinfektionen, die direkt vom Menschen oder auch durch Nahrungsmittel übertragen werden (fäkal/oral).
Hepatitis B wird sowohl sexuell als auch über den Blutweg übertragen (parenteral). Die Hepatitis C jedoch wird in erster Linie auf dem Blutweg übertragen. Von der Hepatitis D können nur Personen betroffen sein, die eine akute oder chronische Hepatitis B haben.

Im Folgenden beschäftigen wir uns mit der Hepatitis C.
Ich werde bewußt die Texte so verfassen, dass sie leicht verständlich sind. Wo Fachausdrücke notwendig sind, können die Erklärungen im Glossar nachgelesen werden.
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem empfehle ich Fachliteratur oder weiterführende Links, die sie auf unserer Linkliste finden.

Das Hepatitis-C-Virus

1989 wurde das Hepatitis-C-Virus erstmals beschrieben. Zuvor hatte man bereits entdeckt (Anfang der 70er Jahre), dass außer den bereits bekannten Virushepatitiden, A und B, noch eine weitere Form einer Virushepatitis vorhanden ist. Diese nannte man damals nonA-nonB (NANB)-Hepatitis. Dieses Virus war der Auslöser der sogenannten Posttransfusionshepatitis, also einer Leberentzündung, die häufig nach einer Bluttransfusion auftrat. Die meisten nonA-nonB-Infektionen waren also durch das Hepatitis-C-Virus ausgelöst.
Das Hepatitis-C-Virus (HCV) zählt zu den Flaviviren. Man unterscheidet zwischen 6 verschiedenen Genotypen, die wiederum zahlreiche Subtypen aufweisen. Die Genotypen spielen allerdings nur für die Therapie eine Rolle, weil sie unterschiedliche Erfolgsaussichten auf das Ansprechen einer Therapie gezeigt haben.

Die Hepatitis C im speziellen

Die Hepatitis C-Infektion wird durch Blut- zu Blutkontakte übertragen, man nennt dies parenteral. Sie ist weltumfassend verbreitet. Etwa 2-3% der Weltbevölkerung, so schätzt man, ist chronisch infiziert. Afrika und Ägypten weisen eine hohe Durchseuchungsrate auf.
Im Vergleich: Afrika zeigt eine Durchseuchungsrate von 5,3%, Europa 1.03 % auf. (Quelle: WHO)
Ca. 1% der deutschen Bevölkerung ist mit dem HC-Virus infiziert, das entspricht in etwa 800 000 Menschen. Um die Zahl zu verdeutlichen: In Ludwigshafen (Einwohner ca. 166 000) leben derzeit 1660 HCV-Träger, der größte Teil weiß überhaupt nichts davon.

Nur etwa 20% Akutinfektionen heilen selbstständig aus, d.h. ein großer Prozentsatz wird chronisch. Folgeerkrankungen sind in der Hauptsache Leberzirrhose und primäre Leberzellkarzinome. Bemerkenswert ist, dass in Deutschland mehr Menschen jährlich an den Folgen der Hepatitis C sterben, als an AIDS. Um so verwunderlicher ist es, dass Hepatitis C doch relativ unbekannt ist.

Hepatitis C ist eine entzündliche Erkrankung der Leber. Erreger ist das Hepatitis-C-Virus, das nach heutigen Wissensstand durch Blut-zu-Blut übertragen wird. Somit gelangt es in den menschlichen Körper und wandert über das Blut in die Leber.
Das Virus selbst zerstört die Leberzelle nicht, sondern es dringt in die Leberzelle ein und verändert dadurch die Zelloberfläche. Die infizierte Leberzelle kann nun von außen von unserem körpereigenen Abwehrsystem an der veränderten Oberfläche erkannt werden. Die T-Lymphozyten, ein Teil unseres Abwehrssystems, zerstören daraufhin die infizierte Leberzelle.
Auch aufgrund einer Entzündung kann die Leberzelle absterben. Spezielle Zellen bauen die Zellreste der abgestorbenen Leberzelle ab, die somit in die Blutbahn und von da aus in das Lebergewebe gelangen. Dort verdrängen sie durch Druck benachbarte gesunde Leberzellen, die dann ebenfalls absterben. Freiräume die dadurch entstehen werden nun mit Bindegewebe aufgefüllt, das jedoch nicht mehr die Funktion einer gesunden Leberzelle erfüllen kann.

Alleine ist das Hepatitis-C-Virus nicht überlebensfähig. Es braucht eine sog. Wirtszelle, die Leberzelle. Dort vermehrt es sich und kann einen Entzündungsprozess in der Leber auslösen.
Charakteristisch für das Hepatitis-C-Virus ist, dass es sich schnell vermehrt und ständig seine Oberflächenstruktur verändert. Durch diese Veränderung wird das Immunsystem irregeführt und muss das Virus sozusagen ständig neu suchen und identifizieren.
Das hat zur Folge, dass das Immunsystem nicht effizient arbeiten kann und oft mit der erfolgreichen Bekämpfung nicht nachkommt. Deshalb nimmt die Hepatitis C sehr häufig einen chronischen Verlauf. Wegen der hohen Wandlungsfähigkeit ist es auch enorm schwierig, einen vorbeugenden Impfstoff herzustellen.
Im Gegensatz zu Hepatitis A und B gibt es gegen das Hepatitis-C-Virus bis jetzt noch keinen Impfstoff.

11.03.2010 - 03:43 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

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Wie vermehrt sich das Hepatitis C Virus - Video ansehen.

Sozialverband VdK - eine starke Lobby - Der Sozialverband VdK ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Seniorinnen und Senioren, Patientinnen und Patienten gegenüber der Politik und an den Sozialgerichten.

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Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

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