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Die Seite wurde zuletzt am
05.05.2009 15:16 bearbeitet.


Spritzen aber wie?


Die subkutane Injektion

Warum müssen manche Medikamente gespritzt werden und können nicht über den Mund (oral) eingenommen werden?

Viele Wirkstoffe werden von der Magensäure oder von den Darmenzymen zerstört.
Deshalb müssen manche Medikamente, wie z.B. Interferon durch Umgehung des Verdauungstrakts (parenteral)verabreicht werden.

Langsame Verteilung im Organismus.
Damit sich der Wirkstoff langsam und gleichmäßig verteilt, wird die subkutane Injektion angewendet. Das bedeutet, dass in den Bereich der Unterhaut gespritzt wird. Bei bestimmten Medikamentengruppen ist das ein großer Vorteil z. B. bei Insulin oder eben in unserem Falle beim Interferon.

Nur in gesundes Gewebe spritzen!

Spritzen Sie nie in...

  • ödematöses (aufgequollen) Gewebe
  • infiziertes Gewebe
  • entzündetes Gewebe
  • Narbengewebe
  • gelähmte Regionen
  • Blutergüsse (Hämatome)

...weil an diesen Injektionsorten keine sofortige Aufnahme des Wirkstoffes stattfindet.

Bei Interferon kommt es häufig zu einer Entzündung der Einstichstelle.

Deshalb wechseln Sie bei jeder Injektion die Einstichstelle.

 

Die Injektionsorte

Wählen sie immer Injektionsorte innerhalb der schraffierten Flächen.

Die richtige Spritztechnik mit Hautfaltenbildung

Um den richtigen Sitz der Injektionsnadel zu gewährleisten, soll eine Hautfalte gebildet werden.

Die Hautfaltenbildung soll mit dem Daumen und Zeige / Mittelfinger erfolgen. So wird nur die Oberhaut, die Lederhaut und das Unterhautfettgewebe erfasst. Die Muskeln bleiben an ihrer Stelle. Die Hautfalte wird erst losgelassen, wenn nach erfolgter Injektion die Nadel herausgezogen ist.

 

 

 


Desinfektion und Verabreichung der Spritze


Vorbereitung:

Spritze vorbereiten (nach Herstellerangaben) und alle Utensilien bereit legen.

  • Alkoholtupfer
  • Evtl. ein Pflaster
  • Abwurfbehälter
  • Hände waschen
  • Injektionsort auswählen

Desinfizieren:

Vorbereitung:
Den Alkoholtupfer aus der Verpackung nehmen und den zweiten zum Auflegen nach der Injektion bereitlegen.

Den Alkoholtupfer einmal mit leichtem Druck über Punktionsstelle streichen, aber dabei nicht rubbeln. 15 - 30 sec einwirken lassen. Warten sie mit der Injektion solange, bis die Haut wieder trocken ist, damit kein Desinfektionsmittel in den Stichkanal gelangen kann. Auf keinen Fall trocken wischen!

(Die Empfehlungen einer Desinfektion vor der Injektion im häuslichen Bereich fallen recht unterschiedlich aus. Im allgemeinen kann im eigenen häuslichen Bereich auf eine Desinfektion verzichtet werden, weil man an die eigenen Keime gewöhnt ist. So zumindest wird es Diabetikern empfohlen. In den Gebrauchsanweisungen der Hersteller von Interferon wird allerdings eine Desinfektion empfohlen.)

Dann fahren Sie wie folgt fort:

  • Schutzkappe von der Nadel abziehen (Spritze nicht wieder ablegen!)
  • Hautfalte bilden
  • Senkrecht oder im 45° Winkel einstechen
  • Stempel langsam nach unten drücken
  • 5 Sekunden verweilen, um den Rückfluss des Medikamentes zu verhindern
  • Nadel rasch herausziehen
  • Hautfalte loslassen
  • Punktionsstelle mit einem Tupfer komprimieren ohne zu  reiben
  • Nadel (Kanüle) sicher entsorgen


Keinesfalls die Schutzkappe wieder aufstecken. Verletzungsgefahr!


Stellen Sie den Abwurfbehälter immer an die Stelle, an der sie sich die Spritze verabreichen, so kann die Nadel direkt entsorgt werden.

Bitte lesen Sie auch
"Sicheres entsorgen von Spritzen, Kanülen und Injektoren / Pen".


08.09.2010 - 11:49 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

Paramedizin, Naturheilmittel - Macht das Sinn?

Wie vermehrt sich das Hepatitis C Virus - Video ansehen.

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Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

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