Wissen über Hepatitis C |
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2003 Wege aus der Arzt-Odyssee Hepatitis C-Selbsthilfegruppe plant auch Vorträge. Nach ihren Angaben fühlen sich die Patienten oft ratlos und allein gelassen. Neben medizinischen Fragen etwa zu Fachärzten und speziellen Behandlungsmöglichkeiten sollen in der Selbsthilfegruppe soziale Aspekte erörtert werden. Besteht Ansteckungsgefahr für Kinder oder den Sexualpartner? Wie verhalte ich mich am Arbeitsplatz richtig? Dies sind, so Gräser, immer wieder gestellte Fragen. Die Patienten durchliefen häufig eine "Odyssee von Arzt zu Arzt" und landeten nicht selten beim Psychologen. Hepatitis C gilt als sehr häufige, aber behandelbare Erkrankung. Geschätzt wird, dass bundesweit 400 000 bis 800 000 Bürger infiziert sind. Die Dunkelziffer wird als sehr groß eingestuft. Infektionsgefahr besteht nach Gräsers Angaben besonders bei operativen Eingriffen und Untersuchungen mit Blutkontakt. Das medizinische Personal habe berufsbedingt ein höheres Risiko. Eine weitere Ansteckungsmöglichkeit sei unter anderem beim intravenösem Drogenkonsum gegeben. Die Selbsthilfegruppe trifft sich ab September regelmäßig am ersten Dienstag im Monat, von 18 bis 20 Uhr in Räumlichkeiten des Schillerwohnstifts Oggersheim, Kapellengasse. Für den 1. Oktober ist ein Fachvortrag mit dem Mannheimer Oberarzt Dr. Johannes Benninger ebenfalls im Schillerwohnstift Oggersheim vorgesehen. ott Weitere Infos zur Selbsthilfegruppe unter Tel. 0621/67 09 631. -------------------------------------------------------------------------------- Zwischen 400.000 und 800.000 Menschen sind bundesweit mit dem Hepatitis C Virus infiziert. Die Dunkelziffer liegt weit höher. In Ludwigshafen gibt es seit kurzem eine Hepatitis C-Selbsthilfegruppe, die sich jeweils am 1. Dienstag im Monat (ab 3. September) von 18 bis 20 Uhr im Schiller-Wohnstift in der Kapellengasse 25 in Oggersheim trifft. RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Saskia Jeck unterhielt sich mit Margrit Gräser, der Initiatorin der Selbsthilfegruppe. Die gelernte Krankenschwester erwarb ihre Krankheit während der Ausübung ihres Berufes. Frau Gräser, wie können sich Menschen mit Hepatitis C infizieren? Ausschließlich über den Blut-zu-Blut-Kontakt, beispielsweise durch Bluttransfusionen vor 1991, denn Hepatitis C kann man erst seit 1990 testen. Zahnbehandlungen, Operationen aller Art, intravenöser Drogengebrauch, Tatoos, Piercings, Ohrlochstechen sind weitere mögliche Übertragungswege. Mit welchen Folgen muss man als Hepatitis C-Erkrankter rechnen? Ist die Krankheit heilbar? Während für einen Teil der chronisch infizierten Menschen die Erkrankung milder verläuft, kann sie bei anderen zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Es gibt eine sogenannte Kombi-Therapie mit Interferon und Ribavirin, mit der Hepatitis C behandelt werden kann. Warum haben Sie in Ludwigshafen eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen? Ich habe selbst noch sehr gut in Erinnerung, als ich meine Diagnose Hepatitis C bekam, wie verlassen ich mir vorkam. Aufklärung über diese Krankheit habe ich nur sehr spärlich bekommen. Dank Internet konnte ich mir entsprechende Informationen beschaffen. Aber viele Menschen verfügen über diese Möglichkeit nicht. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, diesen Menschen zu helfen. Man muss bedenken: Es gibt weltweit mehr Menschen, die mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert sind als mit dem Aids-Virus. Welche Intention verfolgen Sie? Neben den medizinischen Aspekten werden auch die persönlichen und sozialen Aspekte angesprochen und Hilfe für das tägliche Leben gegeben. Viele Infizierte halten sich bedeckt, schämen und verstecken sich. Da will ich helfen. Ziel ist, Erfahrungen auszutauschen und sich zu unterstützen. (kia/Foto: privat) -------------------------------------------------------------------------------- "Hepatitis C häufig zunächst unerkannt" Die neu gegründete Hepatitis C-Selbsthilfegruppe will mit einer ersten Vortragsveranstaltung am 1. Oktober über die Erkrankung informieren. Dr. Johannes Benninger, Oberarzt am Klinikum Mannheim, referiert um 18 Uhr im Schillerwohnstift Oggersheim, Kapellengasse, über Entstehung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten. Bundesweit seien etwa 800 000 Bürger infiziert, schätzt Margit Gräser von der Selbsthilfegruppe. Häufig verlaufe Hepatitis C zunächst unerkannt. Bisweilen würden die Beschwerden wie Müdigkeit, Depressionen, Schlafstörungen und Schmerzen im rechten Bauchbereich falsch interpretiert, etwa als Folgen einer Grippe. Infektionsgefahr bestehe unter anderem bei operativen Eingriffen oder Untersuchungen mit Blutkontakt. Während die Erkrankung für eine Teil der Infizierten milde verläuft, kann sie bei anderen zur Leberzirrhose führen. Weitere Infos zur Selbsthilfegruppe unter Tel. 67 09 631 (Margit Gräser). ott © Mannheimer Morgen – 30.09.2002 --------------------------------------------------------------------------------
Vortragsveranstaltung der Hepatitis-C-Selbsthilfegruppe Den Gedanken an eine Hepatitis-C-Selbsthilfegruppe hatte Margrit Gräser, als bei ihr vor zwei Jahren die Diagnose gestellt wurde und sie über Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten nur wenige Informationen hatte. Die Initiative will nun die Öffentlichkeit aufklären. Bei der ersten Infoveranstaltung im Schiller-Wohnstift referierte Dr. Johannes Benninger, Oberarzt der Leberambulanz der Uniklinik Mannheim, über Infektionswege, Prophylaxe, Symptome und Therapien. Hepatitis, eine Leberentzündung, die am häufigsten durch Viren verursacht wird, komme in sechs verschiedenen Arten vor. Die geschätzte Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) liegt seinen Angaben zufolge bei jährlich 5000 bis 8000. Der Mensch sei der einzige Träger des HCV, das erst 1989 entdeckt wurde und im Blut enthalten ist. Bis 1991 sei die Ansteckung meistens über Bluttransfusionen erfolgt, so Benninger. Heute seien auch Spritzen und Kanülen - beispielsweise bei Drogenabhängigen -, unsaubere Tätowierungen, Piercings und Ohrlochstecker häufige Übertragungswege. Auch die "nosokomiale Übertragung" bei Nichteinhaltung der Hygienerichtlinien im Krankenhaus oder medizinischen Bereich sei ein großer Risikofaktor. Die Krankheitssymptome sind nach Angaben des Experten in der Regel Müdigkeit, Oberbauchschmerzen und teilweise Gelbsucht. Die Diagnose könne anhand der Leberwerte und per Ultraschall gestellt werden. "Eine Therapie ist nur unter bestimmten Auflagen möglich", erläuterte Benninger. Der Patient bekomme sie auf Wunsch oder bei chronischer Hepatitis, dürfe aber vorher nicht an Herzerkrankungen, Depressionen oder Epilepsie gelitten haben. Ziel sei die dauerhafte Entfernung des Virus. Wichtig sei, so Benninger, dass der Patient versuche, auftretende Probleme zu meistern und die Therapie ohne Abbruch durchzuziehen. Günstigstenfalls liege die Erfolgsaussicht bei etwa 80 Prozent. Bei der anschließenden Fragerunde sagte Benninger, dass eine Behandlung mit Misteln die Virenmenge zwar verringern würde, aber nicht komplett zerstöre. cs Weitere Informationen bei der Selbsthilfe Hepatitis C Virus unter Telefon und Fax: 0621/670 96 31. © Mannheimer Morgen – 07.10.2002 -------------------------------------------------------------------------------- Vortrag über Therapie bei chronischer Hepatitis Mit Behandlungsmöglichkeiten der chronischen Hepatitis oder deren Linderung beschäftigt sich am Dienstag, 6. Mai, der Vortrag eines Arztes von der Leberambulanz des Mannheimer Klinikums auf Einladung der Hepatitis C-Selbsthilfegruppe Ludwigshafen. Nach deren Angaben sind in Deutschland rund 800.000 Menschen Träger des Hepatitis-C-Virus. Die Dunkelziffer sei sehr groß, weil trotz bestehender Symptome die Krankheit häufig nicht erkannt oder fehldiagnostiziert werde. In den letzten Jahren seien jedoch große Fortschritte in der Untersuchung und der Therapie gemacht worden. Der Vortrag im Oggersheimer Büro „Soziale Stadt" (Comeniusstraße 20) beginnt am kommenden Dienstag um 19 Uhr. Weitere Infos gibt es über Telefon 6709631 oder im Internet: http://lumed.de/c (e-mail: hep@ludmed.de. (red) Die Rheinpfalz 29.04.2003 -------------------------------------------------------------------------------- Über die therapeutischen Möglichkeiten bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen informierte ein Arztseminar im Pfalzbau. Veranstalter war das Klinikum der Stadt Ludwigshafen, geleitet von Professor Jürgen F. Riemann und Dr. Uwe Weikert. 55 niedergelassene und Klinikumsärzte sowie Margrit Gräser von der Selbsthilfegruppe Hepatitis C nahmen an der Fortbildung teil. Laut Weikert stellt sich wegen des Mangels an Spenderlebern immer dringender die Frage nach der Weiterentwicklung der medikamentösen Therapie. Lebertransplantationen und ihre Erfolge standen aber im Mittelpunkt der Fortbildung. Bereits 70 Prozent der Transplantierten überleben die ersten fünf Jahre nach dem Eingriff, berichtete Professor Otto von der Uniklinik in Mainz, wo jährlich 50 bis 70 Lebern transplantiert werden. Die Bedeutung der Lebendspende von Lebern nehme immer mehr zu, sie sei aber für den Spender - zumeist ein Verwandter - mit Risiken verbunden. Bis es zu einer Transplantation komme, vergehe oft bis zu ein Jahr. Der Appell gehe also in Richtung der niedergelassenen Ärzte, rechtzeitig an eine Transplantation zu denken, sagte Weikert im Gespräch mit unserer Zeitung. In der Zwischenzeit müsse auch die endoskopische Therapie vorangebracht werden, die immer häufiger ambulant durchgeführt werde. bur Infos über die Selbsthilfegruppe Hepatitis C unter Tel. 0621/670 96 31.
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Gerd Leienbachs Radiokarriere begann Anfang der 70er-Jahre bei Radio Luxemburg als Urlaubsvertretung. Frank Elstner schickte ihn 1975 nach Baden-Baden. Er experimentierte mit neuen Sendeformen - "heute heißt das Format". Leienbach erfand Figuren, die strategisch eingesetzt wurden, um das Programm zu unterbrechen. So geisterten in den ersten Radio-Comics Knut Buttnase und "unser Herr Schniepelpuhl mit seinem Ölkännschen" durch den Äther. Leienbach, der auch für NDR 2 und Radio Bremen arbeitete, saß eines Morgens einsam am Mikrophon. "Ich hatte keine dialogfähige Situation", erinnert er sich, "aber ein Hörer hatte mir eine Dose geschickt, die Möh machte, wenn ich sie umdrehte. Und schon hatte ich jemand, der auf meine Fragen antwortete" - der Schwarzwaldelch war geboren. Leienbach brachte seinem Chef sogar einen Plüschelch von IKEA mit. "Er fand ihn erst einmal furchtbar", letztendlich war diese Episode jedoch die Idee zum Radio-Merchandising. Aus: |
Unsere Selbsthilfegruppe im Rundfunk
Radio RPR2 berichtete am 3. August 2003 von 12 bis 16 Uhr innerhalb der Sendung "Gern gehört" über die Hepatitis C Erkrankung. Gerd Leienbach, Journalist und Moderator der Sendung, hat sich mit Margrit Gäser über die Erkennung, den Verlauf und die Behandlung der Hepatitis C unterhalten. Margrit Gräser Initiatorin der Selbsthilfegruppe Ludwigshafen / Mannheim wollte diese Chance nutzen, auf die Probleme mit dieser Erkrankung hinzuweisen. Bewusst verzichtete sie dabei auf ein medizinisches Vokabular, um die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren. Hier nun die einzelnen Tasks der Sendung im MP3 Format zum anhören.
Die hier angebotenen Tonaufnahmen dürfen weder kopiert, verändert oder in einer sonstigen Form weiter verbreitet werden.
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Kontakt & Selbsthilfetelefon: Hepatitis-C-Selbsthilfe - Ludwigshafen / Mannheim Tel: 0621 67 09 631 © 2009 /08 /07 /06 /05/04 - M. & H.Gräser |
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