FAQ - Hepatitis C
Hier haben wir die wichtigsten Fragen, die immer wieder im Forum und am Telefon gestellt werden, zusammengefasst. Die FAQ wird ständig erweitert, deshalb lohnt es sich, ab und zu wieder einmal nachzusehen.
Fragen:
Zu den Antworten gelangen Sie, indem Sie auf die Frage klicken!
Hepatitis C - allgemein
Hepatitis C und Schwangerschaft / Stillen
Leber - Schädigung
Blutuntersuchungen
Therapie
Hepatitis C und Arbeit/Beruf
Sonstiges
Antworten:
Hepatitis C - was ist das?
Hepatitis C ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus verursacht wird. Doch nicht nur die Leber wird durch das Virus geschädigt. Es können auch noch eine ganze Reihe anderer Folgeerkrankungen außerhalb der Leber auftreten.
Siehe hierzu: Was ist Hepatitis C
< nach oben >
Wie wird das Hepatitis-C-Virus übertragen?
Gesichert ist die Übertragung durch infiziertes Blut, die Übertragung durch andere Körpersekrete ist nicht sehr wahrscheinlich, weil die Virenkonzentration zu gering ist, kann aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden.
Damit eine Infektion stattfinden kann, müssen die Viren entweder direkt in die Blutbahn oder über Wunden ins Blut gelangen.
Hepatitis C wird N I C H T übertragen durch:
- Niesen oder Husten
- Halten der Hände
- Küssen
- Benutzung des gleichen Badezimmers und der gleichen Toilette
- Essen einer von einem HCV-Infizierten zubereiteten Mahlzeit
- Ein Kind im Arm zu halten
- Im gleichen Schwimmbecken zu schwimmen
- Umarmung
Hepatitis C wird N I C H T durch die Luft übertragen
Siehe hierzu: Übertragung, Infektionswege und Risikofaktoren
Siehe hierzu: Familie / Partnerschaft und Hepatitis C
< nach oben >
Wer sollte sich auf Hepatitis C testen lassen?
Alle Personen, die
- vor 1991 Bluttransfusionen oder sonstige Blutprodukte erhalten haben,
- kieferchirurgisch behandelt wurden.
- Gastro-, Endo- oder Kolloskopien gemacht bekommen haben
- Nieren-Dialyse erhalten haben
- Drogen gespritzt haben,
- Tattoo, Piercing, Ohrlochstechen, Tätowierung machen ließen
- erhöhte Leberwerte hatten/haben
- im med. Bereich tätig sind oder waren
- nach einem möglichen Infektionsereignis
Siehe hierzu: Übertragung, Infektionswege und Risikofaktoren
< nach oben >
Kann man sich gegen Hepatitis C impfen lassen?
Nein, gegen Hepatitis C gibt es keine vorbeugende Impfung.
Das Virus vermehrt sich sehr schnell und verändert außerdem bei der Vermehrung ständig sein "Aussehen" (Oberflächenstruktur). Das Immunsystem wird dadurch irregeführt und muss ständig erneut auf die Suche nach dem Hepatitis-C-Virus gehen. Vom Immunsystem ist daher größte Flexibilität gefordert.
Die hohe Wandlungsfähigkeit des Hepatitis-C-Virus ist eine Ursache dafür, dass es bis heute noch keinen Impfstoff gegen das Virus gibt.
< nach oben >
Wie groß ist die Gefahr einer sexuellen Übertragung?
Der sexuelle Übertragungsweg scheint für die Hepatitis C, anders als für Hepatitis B, keine wesentliche Rolle zu spielen, jedoch ist eine sexuelle Übertragung natürlich prinzipiell möglich.
Das Ansteckungsrisiko über Sexualkontakte bei heterosexuellen monogamen Paaren ist sehr gering. Das minimale Restrisiko kann man mit Kondomen weiter reduzieren. In einer stabilen Partnerschaften wird keine generelle Empfehlung zum Kondomgebrauch ausgesprochen. (Dt. Konsensuskonferenz 2003). Risikoreiche Praktiken (Verletzungen) müssen aber vermieden werden. Die Übertragung der Hepatitis C erfolgt ausschließlich durch Blut-Blut-Kontakt, was während der Menstruation zu berücksichtigen ist.
Wichtig! Nach erfolgreicher Therapie oder nach Spontanheilung ist man für die Zukunft leider nicht gefeit gegen eine erneute Ansteckung. Die Hepatitis C hinterlässt keine Immunität, wie Sie das von anderen Infektionskrankheiten kennen. Eine neue Infektion ist also jederzeit möglich.
Siehe hierzu:Familie / Partnerschaft und Hepatitis C
< nach oben >
Auf was muss beim Zusammenleben geachtet werden?
Rasierapparate, Rasierklingen, Nagelscheren und Zahnbürsten dürfen nicht gemeinsam benutzt werden. An diesen Gegenständen können sich Blutspuren mit dem Virus befinden, die dann möglicherweise über kleinere Verletzungen übertragen werden.
Alle blutenden Wunden sollten sofort verbunden werden. Verbände mit infektiösem Blut müssen umgehend sicher entsorgt werden, das Gleiche gilt für Spritzen und Kanülen (Sammelbehälter)
Blut auf Flächen und Böden sofort mit einem Einmaltuch abwischen, dann mit Wasser und einem Haushaltsreiniger gründlich putzen.
Mit Blut verunreinigtes Geschirr und andere Utensilien gründlich mit Wasser abspülen, danach in der Geschirrspülmaschine reinigen. Wäsche in der Waschmaschine bei höchstmöglicher Temperatur waschen.
Siehe hierzu:Familie / Partnerschaft und Hepatitis C
< nach oben >
Was versteht man unter einer akuten Hepatitis C?
Das Krankheitsbild einer akuten Hepatitis C, selten diagnostiziert, ist von einer Virushepatitis anderer Herkunft nicht zu unterscheiden: Übelkeit, Erbrechen, Beschwerden im rechten Oberbauch, dunkler Urin und Ikterus (Gelbwerden der Haut und der Augen) nach einer Inkubationszeit von etwa 6-12 Wochen charakterisieren die Erkrankung.
Allerdings ist nur ein kleiner Teil der Patienten (ca. 20%) ikterisch (Ikterus=Gelbsucht) und symptomatisch - daher auch die Seltenheit der Diagnose einer akuten Hepatitis C.
Lesen Sie auch: Akute Hepatitis C
< nach oben >
Was versteht man unter einer chronischen Hepatitis C?
Wenn das Hepatitis-C-Virus länger als sechs Monate im Körper nachweisbar ist, spricht man von einer chronischen Infektion.
Lesen Sie auch:
Chronische Hepatitis C
< nach oben >
Hepatitis C und Eisen
Eisen. Bei einer chronischen Hepatitis kommt es häufig zur Vermehrung des Speichereisens in der Leber. Ein hoher Eisengehalt der Leber beeinflusst möglicherweise den Krankheitsverlauf und das Ansprechen auf eine Interferontherapie negativ. Zur Zeit ist aber nicht bekannt, ob eine Verminderung des Nahrungseisens einen positiven Effekt auf eine Hepatitis hat, so dass eine allgemeine Empfehlung zur eisenarmen Ernährung nicht gegeben werden kann. Eisensupplemente (Kapseln oder Tabletten) sollten nur bei einem relevanten Eisenmangel und nach Rücksprache mit dem Arzt genommen werden. Wenn Vitaminpräparate eingenommen werden, sollte darauf geachtet werden, dass diese kein Eisen enthalten.
Nachzulesen bei:
Kompetenznetz Hepatitis in der Ernährungsbroschüre Seite 13
< nach oben >
Kinderwunsch
Hepatitis C generell kein Grund, auf Kinder zu verzichten.
Eine Übertragung des Hepatitis C-Virus von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft oder unter der Geburt ist geringer als bei einer Hepatitis B-Infektion der Mutter. Das Risiko wird mit 3 - 5 % angegeben und ist abhängig von der Viruskonzentration im mütterlichen Blut.
Bei gleichzeitiger HIV-Infektion steigt jedoch das Risiko auf ca.14%.
Bei hoher Virenlast scheint das Infektionsrisiko während Schwangerschaft und geburt höher zu sein, als bei niedriger Virenlast.
Die Übertragung ist theoretisch sowohl während der Schwangerschaft als auch unter der Geburt möglich.
< nach oben >
Entbindung
Es gibt bisher keine Hinweise, dass durch einen Kaiserschnitt das Risiko gemindert ist. Deshalb wird nicht zu einem Kaiserschnitt geraten.
< nach oben >
Kann ich mein Kind stillen?
Eine Übertragung durch Stillen ist nicht völlig auszuschließen. Auch hier kommt es auf die Viruskonzentration des mütterlichen Blutes an. Hier gibt es wieder unterschiedliche Empfehlungen. Nach jetziger Datenlage ist es unwahrscheinlich, dass eine Virusübertragung beim Stillen erfolgt.
Es wird aber, solange keine weiter Kenntnisse vorliegen, keine Stillempfehlung für HCV-positive Mütter gegeben. Eltern sollen detailliert aufgeklärt werden, um eine individuelle Entscheidung treffen zu können.
Bitte lesen Sie hierzu beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
"Empfehlung der Nationalen Stillkommission vom 19. März 2001"
und
Ergänzung der Stellungnahme aus März 2001 vom 8. Januar 2004
< nach oben >
Was ist eine Fibrose?
Das Hepatitis-C-Virus vermehrt sich ständig.
Dadurch kommt es zu einer Dauerinfektion der ganzen Leber.
Die infizierten Leberzellen werden durch Abwehrzellen erkannt und abgetötet. Im weiteren Verlauf bilden sich anstelle der Leberzellen Bindegewebe und die Leber vernarbt.
< nach oben >
Was ist eine Zirrhose?
Wenn mehr Narbengewebe als gesunde Leberzellen vorhanden sind, spricht man von einer Leberzirrhose (Schrumpfleber).
Das Bindegewebe erfüllt nicht mehr die Funktion einer gesunden Leberzelle und führt somit nach und nach zu einem Funktionsverlust der Leber.
< nach oben >
Wie wird Hepatitis C diagnostiziert?
Da die Symptome der Hepatitis-C-Infektion meistens uncharakteristisch sind, wird die Erkrankung oft als Zufallsbefund im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt. Ein erster Hinweis auf eine Lebererkrankung kann vorliegen, wenn die Laborwerte folgender Leberenzyme von der Norm abweichen:
GPT (ALT), GOT (AST), g-GT (Gamma-GT)
Erhöhte Leberenzyme geben zwar einen Hinweis darauf, dass eine Leberentzündung vorliegt, sie geben jedoch keine Information über die Ursache der Leberentzündung. Um das Hepatitis-C-Virus eindeutig als Ursache zu identifizieren, müssen weitere Tests durchgeführt werden.
Achtung! Normale Leberwerte sagen nichts über den Infektionsstatus aus. Trotz normaler Werte kann eine chronische Hepatitis C vorliegen.
Der nächste Schritt ist deshalb der Nachweis (Anti-HCV) von spezifischen Antikörpern (AK) gegen das Hepatitis-C-Virus.
Werden Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus gefunden, muss die Diagnose zusätzlich mit einem sogenannten PCR-Test (Polymerase Chan Reaction) bestätigt werden.
Der PCR-Test ermöglicht ebenfalls die Bestimmung des Genotyps und der Virenlast.
Lesen Sie hierzu: Diagnose-Schema
< nach oben >
Was versteht man unter Virenlast?
Als Viruslast bezeichnet man die Anzahl der Hepatitis-C-Viren, die in einem Milliliter Körperflüssigkeit nachweisbar sind. Die Viruslast wurde früher in (Genom)Kopien/ml angegeben, die neue Einheit ist das internationale Unit (IU/ml) oder internationale Einheit (IE/ml).
Lesen Sie hierzu: Antikörpertest, PCR, Virenlast und Genotyp
< nach oben >
Was versteht man unter Genotyp?
Als Genotyp bezeichnet man unterschiedliche genetische Variationen des Hepatitis-C-Virus. Es werden derzeit mindestens 6 HCV-Genotypen und ca. 100 Subtypen unterschieden. In Deutschland treten die Genotypen 1 und 3 am häufigsten auf.
Lesen Sie hierzu: Antikörpertest, PCR, Virenlast und Genotyp
< nach oben >
Was versteht man unter niedriger und hoher Virenlast?
Die Angaben darüber, was eine niedrige Virenlast oder eine hohe ist, schwanken ein wenig, je nach Autor.
Niedrige Virenlast:
Unter 600 000 IU/ml (Zulassung PegIntron)
Unter 800 000 IU/ml (Zulassung Pegasys)
höhere Virenlast
mehr als 600 000 IU/ml (Zulassung PegIntron)
mehr als 800 000 IU/ml (Zulassung Pegasys)
< nach oben >
Was ist Interferon und wie unterscheiden sich die einzelnen Interferone?
Interferon ist ein körpereigenes Eiweiß, das bei Virenbefall einen entsprechenden Abwehrmechanismus in Gang bringt.
Interferon ist ein Eiweiß, genau wie z.b. Insulin, das aus einzelnen Bausteinen besteht. Diese Bausteine nennen wir Aminosäuren. Es gibt in unserem Körper 20 verschiedene davon. Jedes normale Interferon, das auch bei uns im Körper vorkommt, ist aus ca. 170 dieser Bausteine, den Aminosäuren, zusammen gesetzt.
Es gibt verschiedene Interferone, z.B. alpha und beta und gamma.
Das bei der Therapie bei Hepatitis C eingesetzte Interferon ist das Interferon alpha. Die gentechnisch hergestellten Interferone alpha 2a und 2b entsprechen dem natürlichen Interferon alpha. Sie werden gentechnisch hergestellt und unterscheiden sich nur in einer Aminosäure.
Siehe hierzu: Worin unterscheiden sich die einzelnen Interferone?
< nach oben >
Blutkontrollen während der Therapie und in der Nachbeobachtungsphase
Empfehlung für die Blutkontrollen während und nach der Therapie bei einer 48-wöchigen Standardtherapie. Nimmt der Patient an einer Studie teil, so richten sich die Blutkontrollen nach Studienvorgaben. Häufigere Kontrollen können notwendig werden bei Blutbildveränderungen oder bei Verdacht auf eine akute Veränderung.

**Die Empfehlungen zur Nachbeobachtung unterscheiden in der gängigen Literatur ein wenig. Es gibt auch Autoren, die bis zu zwei Jahren nach der Therapie eine halbjährliche Kontrolle empfehlen und danach eine jährliche Kontrolle.
< nach oben >
Welche Tests gibt es zum Nachweis der Hepatitis C und der Virenlastbestimmung HCV-RNA?
Qualitative Tests: Ein qualitativer Test kann nur unterscheiden zwischen: Viren vorhanden oder nicht vorhanden. Der qualitative Test hat nur eine untere Nachweisgrenze. D.h. wenn die untere Nachweisgrenze z.b. bei 50 IU/ml liegt, kann nur ausgesagt werden, entweder mehr als 50IU/ml oder weniger als 50IU/ml. Deshalb ist es sinnvoll um ein sog. "Negativ" zu beurteilen, einen Test zu wählen, der die tiefstmögliche Nachweisgrenze hat. Als "Negativ" bezeichnet man ein Ergebnis, das unter der Nachweisgrenze liegt. Ein komplettes Negativ ist nicht nachzuweisen. Da heißt, es gibt kein Test, der definitiv "Negativ" ausgeben kann.

Quantitative Tests: Mit einem quantitativen Test kann die Menge der Viren bestimmt werden.

Die genannten PCRs erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
< nach oben >
Berufsausübung mit chronischer Hepatitis C
Die chronische Hepatitis spielt im Arbeitsleben des Betroffenen bei der Tätigkeitsausübung in der Regel keine einschränkende Rolle, da durch den besonderen Übertragungsweg (blutübertragbar) durch den berufsüblichen Sozialkontakt keine Infektiosität für Dritte besteht. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich für Berufe des Gesundheitsdienstes, da bei der Behandlung von Patienten unter bestimmten Bedingungen eine " Blut zu Blut "- Übertragbarkeit der Erreger von der behandelnden oder pflegenden Person auf den Patienten möglich ist (blutübertragbare, nosokominale Infektion). Bitte lesen sie hierzu: Hepatitis C und Beruf.
Siehe auch: Hepatitis C und Beruf
< nach oben >
Darf der Betriebsarzt meinem Arbeitgeber über eine vorliegende Hepatitis C unterrichten?
Nein, auch diese Diagnose unterliegt dem Arztgeheimnis (Schweigepflicht)
Siehe auch: Hepatitis C und Beruf
< nach oben >
Muss ich am Arbeitsplatz meine Hepatitis C bekannt geben?
In der Regel nicht, es sei denn Ihre Arbeit ist davon betroffen.
Siehe auch: Hepatitis C und Beruf
< nach oben >
Kündigung aufgrund einer Hepatitis-Erkrankung?
Wegen einer Erkrankung kann im allgemeinen nicht gekündigt werden. Das gilt auch für Hepatitis C, wie auch während der Therapiezeit. Allerdings ist bei wiederholten Fehlzeiten eine Kündigung möglich.
Siehe auch: Hepatitis C und Beruf
< nach oben >
Arbeiten während der Therapie
Durch die Nebenwirkungen der Standardtherapie mit Interferon/Ribavirin können Sie unter Umständen bei der Ausübung Ihres Berufes eingeschränkt sein. Leider lässt sich nicht vorher sagen, wie stark diese sich beim Einzelnen auswirken. Möglich ist die ganze Palette von keinen Einschränkungen über leichte Einschränkungen bis zur totalen Arbeitsunfähigkeit während der Therapie.
Bereiten Sie deshalb ihre Therapie gut vor. Sprechen Sie evtl. mit ihrem Chef darüber, dass Sie eine Therapie machen und unter Umständen nur eingeschränkt einsetzbar sind. Suchen Sie nach Möglichkeiten zusammen mit Ihrem Arzt und Arbeitgeber, Therapie und Arbeit in Einklang zu bringen.
Siehe auch: Hepatitis C und Beruf
< nach oben >
Gebräuchliche Abkürzungen
Response = Antwort, Rückmeldung. Ein Ansprechen auf die Therapie bezeichnet man als Response, was aber noch nichts über den Therapieerfolg aussagt.
Responder = Als Responder wird ein Patient bezeichnet, bei dem während der Therapie die Virenlast zunächst unter die Nachweisgrenze fällt. Das bedeutet, der Patient spricht auf die Therapie an. Es sagt aber noch nichts über den endgültigen Erfolg der Therapie aus.
Non-Responder = Keine Antwort. In Bezug auf die Therapie ist damit ein absolutes Nicht-Ansprechen auf die Therapie gemeint. Es wurde also zu keinem Zeitpunkt während der Therapie eine Verminderung der Virenlast erreicht.
Relapse = der Rückfall. Ist nach beendeter Therapie die HCV-RNA wieder nachweisbar, einer Response während der Therapie, und auch zum Ende der Therapie, nennt man das einen Relapse.
Relapser = Patient, der einen Rückfall erleidet
Breakthrough = der Durchbruch. Nach anfänglichem Ansprechen auf die Therapie, die Virenlast war gesunken oder auch schon nicht mehr nachweisbar, erfolgt ein erneuter Durchbruch. Die Virenlast ist wieder voll da, manchmal auch höher als vorher. Dies wird als Breakthrough bezeichnet. Am häufigsten wurde dieses Phänomen am Anfang des letzten Drittels der Therapie beobachtet.
SVR = sustained virological response = anhaltendes virologisches Ansprechen. 24 Wochen nach Beendigung der Therapie wird nochmals eine Kontrolle der HCV-RNA gemacht. Liegt die Virenlast unter der Nachweisgrenze, der Patient ist also immer noch "negativ" (umgangssprachlich), bezeichnet man dies als SVR.
Log = Sie finden diese Bezeichnung oft in Bezug auf die Virenlast. Man benutzt diese Bezeichnung, um große Zahlen in kurzer Form darzustellen. 1 Log entspricht dem Faktor 10, 2 Log entspricht dem Faktor 100 usw. Es handelt sich hier um den "dekadischen Logarithmus" ( deka=10). Wenn es also heißt, die Virenlast soll bis Woche 12 um 2 Logstufen gefallen sein, dann streichen sie für jede Logstufe einfach eine Null bei ihrer ursprünglichen Virenlast.
Beispiel: 100 000 - 2 Logstufen = 1000.
EVR = early virological response = bedeutet ein frühes, virologisches Ansprechen. (Virenlast ist in den ersten 12 Wochen der Therapie um mind. 2 Log-Stufen gefallen)
ETR = end of treatment response = zum Ende der Behandlung ist keine HCV-RNA mehr nachweisbar, bezeichnet aber noch nicht die endgültige Heilung, die Kontrolle nach 24 Wochen nach Therapieende muss abgewartet werden.
< nach oben >