Wissen über Hepatitis C
http://www.hepatitis-c-online.de


Unser Selbsthilfetelefon 0621 67 09 631 ist in der Regel zwischen 13 und 20 Uhr erreichbar. Normale Telefongebühren - Keine Sonderrufnummer

  Zur Startseite

    Blutuntersuchungen: :

   Leberspezifisch

   Hep. C - speziell

  Weitere Untersuchungen:

   Ultraschall

   Leberbiopsie

   FibroScan



Die Seite wurde zuletzt am
05.05.2009 15:14 bearbeitet.



Leberspezifische Blutuntersuchungen

Ich möchte Ihnen einen kleinen Einblick über die wichtigsten Blutwerte bei einer chronischen Hepatitis C geben.

Die Beurteilung der Laborwerte gehört in die Hand eines erfahrenen Arztes. Ein Blutwert allein reicht nicht aus, um eine Diagnose zu stellen. Es müssen immer alle Untersuchungsergebnisse aus allen Bereichen in ihrer Gesamtheit betrachtet werden.

Einzelne Abweichungen sollten auch nicht überbewertet werden. Im Zweifelsfall müssen Kontrolluntersuchungen vorgenommen werden, um das Ergebnis zu bestätigen.

Bei den Ergebnissen der Blutwerte werden sog. Referenzwerte zugrunde gelegt. Es gibt obere und untere Referenzbereiche und dies bedeutet nichts anderes, als dass bei der Mehrzahl gesunder Personen das Untersuchungsergebnis in diesem Bereich liegt.
Referenzwerte können von Labor zu Labor abweichen. Ausschlaggebend sind immer die Referenzwerte, die auf dem entsprechenden Laborzettel angegeben sind. Deshalb sind Ergebnisse von Blutuntersuchungen ohne Angaben des Referenzbereichs schlecht oder garnicht zu beurteilen.
Ich habe bei meinen Recherchen bis zu 4 unterschiedliche Angaben gefunden.

Ebenso werden Laborergebnisse in unterschiedlichen Einheiten angegeben. Achten Sie also beim Vergleich immer auf die Einheiten. Das könnten z.B. sein: µg, mg%, I.U., es kann pro Milliliter gemessen sein, aber auch pro Deziliter, als /ml oder /dl oder auch /l. Ein Ergebnis könnte z.B. so lauten:GOT 45 U/L. Dies bedeutet dann 45 Unit pro Liter. Unit= Einheit)

Damit ist unsere Verwirrung noch nicht zu Ende. Oft werden auch Bezeichnungen unterschiedlich angegeben, sodass der Laie nicht mehr durchblickt.
z.B. GOT wird oft auch als ASAT ausgewiesen usw.

08.09.2010 - 11:57 Uhr


Wir stellen uns vor. Hier können sie ein kurzes Video ansehen (5:30) in dem die Selbsthilfegruppe einige ihrer Aktivitäten zeigt. Neben diesen öffenlichen Veranstaltungen und Infoständen finden natürlich regelmäßig die Selbsthilfetreffs statt.

Paramedizin, Naturheilmittel - Macht das Sinn?

Wie vermehrt sich das Hepatitis C Virus - Video ansehen.

Sozialverband VdK - eine starke Lobby - Der Sozialverband VdK ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken, Seniorinnen und Senioren, Patientinnen und Patienten gegenüber der Politik und an den Sozialgerichten.

Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention und damit auch die zentrale Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung.

Das Kompetenznetz Hepatitis ist eines der Kompetenznetze in der Medizin, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.

Informationen für Eltern und Informationen für Ärzte.


Leberspezifische Blutuntersuchungen
Referenzwerte (Normalbefund)
 
Kurzbeschreibung


GOT/ASAT/AST
(Glutamat-Oxalazetat-Transaminase / Aspartat-Amino-Transferase)

Männer      10 - 50 U/L bei 37° C
Frauen       10 - 35 U/L bei 37° C

GPT/ALAT/ALT
(Glutamat-Pyruvar-Transaminase/ Alanin-Amino-Transferase)         

Männer      10 - 50 U/L bei 37° C
Frauen       10 - 35 U/L bei 37° C

 

GOT und GPT werden im allgemeinen Sprachgebrauch als Leberwerte bezeichnet, manchmal wird damit auch noch das Gamma-GT einbezogen.
GOT und GPT ist in geringen Mengen bei jedem im Blut nachweisbar.Bedingt ist dies durch das natürliche Zugrundegehen der Leberzellen. Durch eine Schädigung der Leberzellen gehen allerdings Leberzellen in erhöhtem Maße zugrunde. Dadurch werden auch in erhöhtem Maße Leberenzyme in das Blut geschwemmt und sind als erhöhte Aktivität dieser Enzyme im Blut meßbar.

γ-GT (GGT oder Gamma-GT)
(Gamma-Glutamyl-Transferase)

Männer     unter 66 U/L bei 37° C
Frauen      unter 39 U/L bei 37° C
 

γ-GT stellt ein wichtiges Enzym im Eiweißstoffwechsel dar. Es regelt die Aufnahme von Aminosäuren aus der Körperflüssigkeit in die Zelle. Das im Blut nachweisbare ?-GT stammt in der Hauptsache aus der Leber. Es gilt als besonders empfindlicher Anzeiger für Erkrankungen der Leber und Gallenwege. Erhöhte Werte finden sich bei einer Virushepatitis, sowie Lebererkrankungen mit anderer Ursache. Aber auch bei bestimmten anderen Erkrankungen kann dieser Wert erhöht sein, z.B. Diabetes, Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, sowie bei Nierenerkrankungen.


Bili (Bilirubin)
Gallenfarbstoff

Erwachsene- Gesamtbilirubin
bis 1,1 mg/dL im
Serum/Plasma
 

Bilirubin ist das Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes, das beim Zerfall der roten Blutkörperchen anfällt. Rote Blutkörperchen erneuern sich ständig, sie leben nur ungefähr 120 Tage. Bili wird beim gesunden Menschen in der Leber chemisch verändert und somit wasserlöslich. Anschließend gelangt es über die Gallenblase und Gallengänge in den Darm, wird abermals in andere Stoffe ungewandelt und mit dem Stuhl ausgeschieden. Ein kleiner Teil wird vom Darm wieder aufgenommen und über die Niere ausgeschieden. Bei normaler Funktion ist also nur wenig Bilirubin im Blut. Sind aber durch Erkrankung der Leber Störungen vorhanden, steigt das Bilirubin im Blut an. Dadurch kann es zu einer Gelbverfärbung der Haut und der Augäpfel kommen. Man nennt dies dann Gelbsucht. Oft wird dieses Wort in Zusammenhang mit einer Hepatitis benutzt, aber bei einer Hepatitis ist eine Gelbsucht nur selten.


AP (alkalische Phosphatase)

Männer         40 - 129 U/L
Frauen         35 - 104 U/L
 

Die
alkalische Phosphatase ist eine Summe aus verschiedenen Enzymen und kommt praktisch in allen Körperzellen vor.
Labormäßig ist die AP bei Lebererkrankungen von Bedeutung. Es zeigt die Ausscheidungsfunktion der Leber, sowie auch einen Gallenstau an. Dieser Wert ist schon lange vor eine Gelbsucht erhöht.
Erhöhte Werte findet man bei Knochen-, Leber- u. Bauchspeicheldrüsenerkrankungen.
Eine Erhöhung bei Kindern durch Knochenwachstum oder auch im letzten Schwangerschaftsdrittel ist normal.


GLDH  (Glutamat - Dehydrogenase)

Männer         bis 6,4 U/L
Frauen         bis 4,8 U/L

 

GLDH ist als mitochondriales Enzym ein Indikator de r Parenchymzellnekrose (schwere Schädigung der Leberzellen). Zusammen mit der GOT und GPT gestattet die GLDH eine Abschätzung des Zelluntergangs und somit der Schwere des Leberschadens. Es kann die Schwere und Ausmaß einer akuten Leberparenchym-Schädigung bezeichnen. Erhöhte Werte bei akuter und chronischer Hepatitis, Leberzirrhose, akute Leberdystrophie, nekrotisierende Hepatitis, multiple Lebermetastasen, Verschlußikterus, akutes Rechtsherzversagen. Erhöhte Werte auch bei Verhütungsmitteln (Pille), niedrige Werte bei Einnahme von Thyroxin.


LDH (Laktat - Dehydogenase)

Männer         135 - 225 U/L
Frauen          135 - 214 U/L

 

Die LDH ist ein unspezifischer Parameter und kommt in fast allen Gewebe-Arten vor. Besonders hohe Konzentrationen findet man in der Leber, dem Herzen, dem (Skelett)muskel, der Niere und den roten Blutkörperchen. Im Blut selbst ist normalerweise wenig LDH. Gehen Zellen zugrunde oder werden geschädigt, steigt die LDH im Blut an.
Sie kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen erhöht sein.
Erhöhte Werte können entstehen bei: Erkrankungen der Leber, der Gallenwege, bei einem Herzinfarkt und bei Herzmuskelentzündung, Lungenembolie, bei Muskelerkrankungen oder Erkrankungen des Blutes.


CHE - Cholinesterase

Männer/Frauen <über 40Jahre           
5.320-12.920 U/L

Frauen unter 40 J.(nicht schwanger)  
4.260-11.250 U/L

Frauen unter 40 J. (schwanger o. Pille)
3.650-  9.120 U/L

 

Cholinesterase, wird in der Leber hergestellt, dementsprechend ist sie bei Leberschäden vermindert. Prinzipiell kann man damit also Leberschäden erkennen . Die Cholinesterase wird weniger zur Erkennung von Leberschäden verwendet, sondern zur Beobachtung des Verlaufs einer Lebererkrankung:
Erhöhte Werte finden sich bei Fettleber, Eiweißverlust und Diabetes.

Gesamteiweiß
(Gesamtprotein, GWE)
(Eiweißstoffwechsel)

Erwachsene         6,6-8,7 g/dL
 

Als
Gesamteiweiss bezeichnet man die Gesamtheit aller im Blut befindlichen Eiweissstoffe.
Erhöhte Werte finden sich bei chronischen Entzündungsprozessen und bei bestimmten Leberschäden.
Erniedrigte Werte treten auf bei Mangelernährung, Nierenfunktionsstörungen, Verbrennungen und Tumoren . Bei einem Absinken unter 4 g/dl, können die Blutbahnen porös werden, Flüssigkeit gelangt in das umgebende Gewebe und es entstehen Wasseransammlungen (Ödeme).
Befunde ausser der Norm müssen immer mit der Elektrophorese verglichen werden. Nur wenn hier auch Abweichungen festzustellen sind, werden weitere Untersuchungen notwendig
.


Albumin

Erwachsene        3,4-4,8 g/dL

 

Albumin
ist ein Eiweiß (Protein) und gehört zur großen Gruppe der Plasmaproteine. In der Leber werden täglich etwa 12g neu gebildet, ca. 300 g sind ständig in unserem Körper gespeichert. Der Albuminwert ist wichtig bei akuten und chronischen Entzündungen, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Tumoren.
Wird nicht mehr genug Albumin hergestellt, tritt Flüssigkeit in das Gewebe über und es entstehen Ödeme und Bauchwassersucht.


Elektrophorese

Albumin            55,0 - 69,0 %
a1-Globulin         1,6 -  5,8 %
a2-Globulin         5,9 - 11,0 %
ß-Globulin          7,9 - 14,0 %
?-Globulin         11,0 - 18,0 %
 

Die
Serumeiweiß-Elektrophorese ist die Auftrennung der verschiedenen Eiweiße im Serum. Die Eiweißgruppen werden getrennt dargestellt und das Mengenverhältnis zueinander bestimmt. Die Ergebnisse erlauben keine direkte Diagnose. Gewisse Konstelllationen geben Hinweise auf bestimmte Erkrankungen. Bei chron. Lebererkrankungen ist das Eiweißmuster verschoben.

weitere wichtige Werte

Referenzwerte (Normalbefund)

 
Kurzbeschreibung


PTZ = Quicktest (Thromboplastinzeit )

Normwert            70 - 110%

 

Beim
Quick- Test nimmt man dem Patienten Blut ab: Dieses wird mit Blutgerinnungsfaktoren versetzt und anschließend mißt man die Zeit, bis die Gerinnung eintritt


Blutungszeit

Normwert           3- 5 Minuten

 

Die
Blutungszeit wird standardmäßig bei der Untersuchung der Gerinnung bestimmt. Mit einer Lanzette wird in das Ohrläppchen oder die Fingerkuppe gestochen und die Zeit gemessen, bis kein Blut mehr aus der Einstichstelle austritt.
Diese Methode wird meistens vor operativen Eingriffen und bei einer Therapie mit gerinnungshemmenden Mitteln eingesetzt.


PTT (Partielle Thromboplastinzeit

Normwert unter 38 Sekunden
 

PTT ist ein Blutgerinnungstest. Zum Blut in einem Röhrchen wird ein gerinnungsauslösender Stoff gegeben (Thromboplastin + oberflächenaktive Substanz) und die Stoppuhr gestartet. Es wird beobachtet, nach welcher Zeit die Gerinnung eintritt.
Bei gestörter Gerinnung oder bei Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, dauert es länger, bis die Gerinnung einsetzt.


Fibrionogen

Normwert       200 - 450 mg/dl

 

Fibrinogen wird in der Leber gebildet.
Es ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Blutstillung und Blutgerinnung.
Erhöhungen finden sich unter anderem bei: Chronische Entzündungen bei rheumatischen Erkrankungen, bei allg. Entzündungen in der Akutphase, bei Eiweißverlusten, erblich bedingt, Schwangerschaft.
Schwere Leberschäden können zu Verminderungen führen. Auch bei Knollenblätterpilzvergiftung, Thrombose, Fibrinogenmangel und Erkrankungen mit erhöhtem Fibrinogenverbrauch zeigen niedrige Werte.

Blutbild
Referenzwerte (Normalbefund)
 
Kurzbeschreibung


Ery (Erythrozyten, rote Blutkörperchen)

Frauen  4,1 - 5,1 Mio./ µL

Männer  4,9 - 5,9 Mio./ µL

 

Hauptaufgabe: Sauerstofftransport
Bildung: im Knochenmark
Erhöhte Werte: z.B. bei Aufenthalt in großer Höhe, bei Leistungssportlern, Herz- und Lungenkrankheiten, Rauchern, Schwangerschaft, Flüssigkeitsmangel, Kochenmarkserkrankungen.
Erniedrigte Werte: z.B. bei Blutarmut, Blutungen, gestörte Erythrozytenproduktion, bei Eisen- und Vitaminmangel, bei Mangelernährung.


Leuko (Leukozyten, weiße Blutkörperchen)

Erwachsene  4 444 - 11 300 µL

 

Hauptaufgabe: Abwehr von Krankheitserregern und Fremdstoffen
Bildung: im Knochenmark und Lympfknoten
Erhöhte Werte: z.B. bei bakteriellen Infekten, Entzündungen, psych.Streß, Hochleistungssportlern, Schwangerschaft, Arzneimittel, Leukämie, Herzinfarkt, chron. Belastung durch Umweltgifte und einiges mehr.
Erniedrigte Werte: z.B. bei Typhus, Blutvergiftung, Virusinfektionen, Immunschwäche, Knochenmarksschäden, Milzüberfunktion, allgemeiner Erschöpfung, Mangel an Mikronährstoffen und einiges mehr.


Hb (Hämoglobin, roter Blutfarbstoff)

Frauen  12 - 14 g/dL

Männer  14 - 16 g / dL

 

Hämoglobin
= roter Blutfarbstoff der Erythrozyten.
Aufgabe: Sauerstofftransport im Blut.
Abweichende Werte siehe bei Erythrozyten.
Auch bestimmte Arzneimittel können zur Erhöhung oder Verminderung des Hb's führen.
z.B. Ribavirin in Verbindung mit Interferon kann zu erniedrigten Werten führen.


HK (Hct, Hämatokrit)

Frauen  35 - 47 %

Männer  40 - 52%

 

HK = prozentualer Anteil des Volumens der roten Blutkörperchen am Gesamtvolumen des Blutes. Es beeinflusst die Zähigkeit des Blutes.
Erhöhte Werte: z.B. bei Diabetes mellitus des Typ II, Herzkrankheiten, nach Organtransplantation, Schlaganfall, Blutungsstörungen und einiges mehr.
Erniedrigte Werte: z.B. bei Schwangerschaft, Hochleistungssport, Blutverlust und einiges mehr.


Thrombozyten (Blutplättchen)

Erwachsene  140 000 - 400 000

 


Thrombozyten werden im Knochenmark gebildet und spielen bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle.
Erhöhte Werte: z.B. bei Infektionskrankheiten,
Tumoren, chron. Entzündungen, Blutkrebs, Hormonbehandlungen und einiges mehr.
Erniedrigte Werte: z.B. Störung der Bildung der Thrombozyten, Störung der Abwehrfunktionen, chron. Vergiftungen, Alkohol, Chemotherapie, oder angeborene Verminderung der Thrombozyten und einiges mehr.

 
Kontakt & Selbsthilfetelefon: Hepatitis-C-Selbsthilfe - Ludwigshafen / Mannheim Tel: 0621 67 09 631 © 2009 /08 /07 /06 /05/04 - M. & H.Gräser